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ZERVIXKARZINOM

Von
P. Sevelda, S.F. Lax, G. Breitenecker, P. Lukas

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5. KLASSIFIKATION

5.1. Histologische Typen

Etwa 80% der Zervixkarzinome sind Plattenepithelkarzinome. Die hochdifferenzierten verhornenden Plattenepithelkarzinome (G1) entwickeln sich meist ektozervikal im Bereiche des originären Plattenepithels (15%), die mäßig differenzierten, nicht verhornenden großzelligen Plattenepithelkarzinome (G2) im Bereiche der Transformationszone (65%) und die niedrig differenzierten, kleinzelligen Plattenepithelkarzinome (G3) meist endozervikal (20%).

Die Adenokarzinome machen etwa 20% der Zervixkarzinome aus, diese können hochdifferenziert die endozervikalen Zylinderzellen imitieren (Adenokarzinom vom endozervikalen Typ). Seltener finden sich klarzellige, papillär-seröse, muzinöse oder endometriotide Karzinome.

Weitere seltene Formen sind Mischformen (adenosquamöses, mukoepidermoides Karzinom), das mesonephrogene Karzinom, das hoch differenzierte sogenannte Adenoma malignum, das trotz der hohen Ausreifung eine schlechte Prognose hat und das kleinzellige Karzinom.

 

Tabelle 1. TNM-Klassifikation (UICC und FIGO 1997) für das Zervixkarzinom
T - Primärtumor
TNM FIGO  
TX   Primärtumor kann nicht beurteilt werden
T0   Kein Anhalt für Primärtumor
Tis 0 Carcinoma in situ
T1 I Zervixkarzinom beschränkt auf den Uterus (die Ausdehnung auf das Corpus uteri sollte unbeachtet bleiben)
T1a IA invasives Karzinom, ausschließlich mikroskopisch diagnostiziert; alle makroskopisch sichtbaren Läsionen - sogar mit oberflächlicher Invasion - werden als T1b/Stadium IB klassifiziert
T1a1 IA1 Tumor mit einer Stromainvasion von 3 mm oder weniger und 7.0 mm oder weniger in größter horizontaler Ausdehnung
T1a2 IA2 Tumor mit einer Stromainvasion von mehr als 3.0 mm, aber nicht mehr als 5.0 mm und 7.0 mm oder weniger in größter horizontaler Ausdehnung 1
T1b IB Klinisch (makroskopisch) sichtbare Läsion, auf die Zervix beschränkt, oder mikroskopische Läsion >T1a2/IA22
T2 II Zervixarzinom infiltriert jenseits der Gebärmutter, aber nicht bis zur Beckenwand und nicht bis zum unterenDrittel der Vagina
T2a IIA Karzinom ohne Infiltration des Parametriums
T2b IIB Karzinom mit Infiltration des Parametriums
T3 III Zervixkarzinom breitet sich bis zur Beckenwand aus und/oder erreicht das untere Drittel der Vagina und/oder verursacht eine Hydronephrose oder stumme Niere
T3a IIIA Tumor befällt unteres Drittel der Vagina, keine Ausbreitung bis zur Beckenwand
T3b IIIB Tumor breitet sich bis zur Beckenwand aus und/oder verursacht Hydronephrose oder stumme Niere
T4 IVA Tumor infiltriert Schleimhaut von Blase oder Rektum und/oder überschreitet die Grenzen des kleinen Beckens3
M1 IVB Fernmetastasen
Anmerkung:
  1. Die Stromainvasion des Tumors sollte von der Basis des Epithels aus nicht mehr als 5.0 mm betragen. Die Invasionstiefe ist definiert als maß der Tumorausdehnung, gemessen von der Epithel-Stroma-Grenze einer nahen oberflächlichen dermalen Papille bis zum tiefsten Punkt der Invasion. Invasion von Gefäßen (Venen oder Lymphgefäßen)beeinflußt die Klassifikation nicht.
  2. Nur mikroskopisch erkennbare Läsionen, die größer als T1a2/IA2 sind (Stromainvaion mehr als 5 mm in der Tiefe oder mehr als 7 mm in horizontaler Ausdehnung) sollen als T1b1/IB1 klassifiziert werden
  3. Das Vorhandensein eines bullösen Ödems genügt nicht, um einen Tumor als T4 zu klassifizieren
N - Regionäre Lymphknoten
Die regionären Lymphknoten beinhalten die paracervicalen, parametranen, obturatoria, iliaca externae, interna und communis, präsacrale und sacrale Lymphknoten. Ein Befall der paraaortalen Lymphknoten wird als Fernmetastase angesehen und als Stadium M1 oder IVb nach FIGO klassifiziert. Die Zahl der befallenen, der entfernten Lymphknoten und der Lymphknotenstationen sollte angegeben werden
NX   Regionäre Lymphknoten können nicht beurteilt werden
N1   Keine regionären Lymphknotenmetastasen
N2   Regionäre Lymphknotenmetastasen
M - Fernmetastasen
MX   Fernmetastasen können nicht beurteilt werden
M0   Keine Fernmetastasen
M1   Fernmetastasen
pTNM: Pathologische Klassifikation
Die pT-, pN- und pM-Kategorien entsprechen den T-, N- und M-Kategorien.
pN0   Regionäre Lymphadenektomie und histologische Untersuchung üblicherweise von 6 oder mehr Lymphknoten

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