ZERVIXKARZINOM
Von
P. Sevelda, S.F. Lax, G. Breitenecker, P. Lukas
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6. STADIENEINTEILUNG STAGING6.1. Stadien6.1.1 AllgemeinDie Ausbreitung des Zervixkarzinoms erfolgt kontinuierlich auf die Vagina (Stadium T2a) und/oder auf die Parametrien (Stadium T2b). Es erreicht schließlich das untere Drittel der Vagina (T3a) und/oder die Beckenwand (T3b). Sobald ein Einbruch in die Harnblase oder das Rektum erfolgt, oder die Grenzen des kleinen Beckens überschritten werden, liegt das Stadium T4 vor (Tab.1). 6.1.2 MetastasierungDie Metastasierung erfolgt meist lymphogen, zunächst in die regionären Lymphknoten (parametran, parazervikal, hypogastrisch, iliacal, obturatorisch: Stadium N1). Die Häufigkeit der Lymphknotenmetastasen ist vom Stadium abhängig (Stadium T1a1 zu 0%, T1a2 zu 4%, T1b in 15%, T2 in 30%, T3/4 zwischen 70 und 90%). Eine lymphogene Ausbreitung erfolgt auch auf die Nachbarorgane. Eine hämatogene Fernmetastasierung (M1) kann in die Haut, Gehirn, Leber, Knochen und andere Organe erfolgen. Diese sind relativ selten, da der Tod meist vorher in Folge anderer Komplikationen eintritt: es kommt zur Umscheidung und Obstruktion der Ureteren mit aufsteigender Harnwegsentzündung und Urämie (häufigste Todesursache), weiters Kloakenbildung (Rekto- Vesico- Vaginalfisteln, diese ev. auch nach intensiver Strahlentherapie). Ureterstenosen können auch durch Strahlenfibrose entstehen und sind eine häufige Spätkomplikation.
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